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In diesem Blog findest Du aktuelle Hinweise auf externe Angebote und Veranstaltungen mit Bezug zur Biografiearbeit. Hinweise auf Veranstaltungen des Biografieteams sind gesondert gekennzeichnet („Biografieteam:“).

Verein weltbewusst e.V. gegründet

Um in Zukunft einfacher biografische Projekte durchführen zu können, haben wir einen eigenen Verein gegründet. Dieser ist schon eingetragen und heißt weltbewusst e.V.
Somit werden wir auch größere Projekte stemmen können – wir freuen uns darauf!

Eintrag vom 10.04.2017

Wende-Workshop im DDR Museum

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Zusammen mit 10 Teilnehmenden bekamen wir zunächst einen Einblick in die Ausstellung des DDR Museums, der durch den Sammlungsleiter und Angehörigen der Dritten Generation Ost Sören Marotz begleitet wurde. Im anschließenden Biografieworkshop tauschten sich die Teilnehmenden zu ihren Erinnerungen an die Wendezeit um 1989 aus. Anhand von symbolischen Gegenständen, die die Teilnehmenden zu diesem Zweck mitbrachten (Auswahl siehe Foto), wurde die Erinnerung an diese prägende Zeit anschaulich und lebendig. In den abschließenden Diskussionen wurde der Austausch vertieft und konnten Kontakte für zukünftige gemeinsame Aktivitäten geknüpft werden. Unser Dank gilt den Teilnehmenden, die den Workshop durch Ihre persönlichen Geschichten bereicherten und Sören Marotz für die gelungene Zusammenarbeit mit dem DDR Museum!

Eintrag vom 17.08.2016

Neue Übersicht: Initiativen der Dritten Generation Ost

Oft werden wir gefragt, was die Dritte Generation Ost eigentlich ist und welche Aktivitäten diese Generation bzw. dessen Netzwerke entfalten. Mit finanzieller Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung haben wir jetzt eine Netzwerklandkarte erstellt, die 9 Initiativen vorstellt und lokal verortet. Hier kann die Netzwerklandkarte angesehen oder heruntergeladen werden.

Eintrag vom 21.07.2016

Ganz besonders: Biografieworkshop in Gera am 18.6.2016

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Im Rahmen der Ausstellung „Arbeit! Ostdeutsche Arbeitswelt im Wandel, 1945 bis heute“ veranstalteten wir gestern einen thematisch zugeschnittenen Biografieworkshop. Der Workshop wurde von Vertreter_innen unserer Eltern- und Großelterngeneration besucht, die viel zum Austausch über das Thema Arbeitswelt beizutragen hatten. Insbesondere ehemalige Lehrer_innen und Menschen aus Leitungsfunktionen in der Großindustrie waren vertreten. Besonders wurde diese Veranstaltung durch die unmittelbaren Einblicke in pädagogische Tätigkeitsbereiche sowie in Führungs- und Sicherheitsaufgaben in Kombinaten der ehemaligen DDR.
Vielen Dank an alle, die aus diesem Workshop einen „lebendigen Geschichtsunterricht“ gemacht haben!

Eintrag vom 19.06.2016

Anmeldung geöffnet: Biografieworkshop in Gera am 18.6.2016

Im Rahmen der Ausstellung „Arbeit! Ostdeutsche Arbeitswelt im Wandel, 1945 bis heute“ veranstalten wir am 18. Juni von 11-16 Uhr einen thematisch passenden Biografieworkshop. Mehr Informationen findest Du im Begleitprogramm der Ausstellung (PDF).

Eintrag vom 08.06.2016

Interview: Die Welt umsegeln…

Paul Lübbe ist Dritte Generation Ost und 1986 in Wismar an der Ostsee geboren.
Wir hörten von seiner interessanten Reise, die er 2015 unternahm und die eine Weltreise werden sollte und fragten genauer nach:

1. Hast Du noch Erinnerungen an die DDR-Zeit? Hat Dich eine Erfahrung/eine Erinnerung ggf. besonders geprägt?

Paul: Nur sehr vage. Sie beschränken sich auf kurze Episoden wie Zoobesuche, Kindergarten, meinen vierten Geburtstag. Ich erinnere mich jedoch an Begriffe wie „Westauto“, und unsere erste Mikrowelle. Außerdem erinnere ich mich, dass ich meine Eltern danach fragte, wann es denn nun BRD wäre und nicht mehr DDR, das muss aber dann schon 1990 gewesen sein.

2. Du bist 2015 mit Deiner norwegischen Freundin zu einer Weltumsegelung aufgebrochen und bist in Lateinamerika „hängen geblieben“. Was motivierte Dich zu dieser Reise?

Paul: Zum Großteil meine norwegische Freundin (grins). Ich hatte immer den Traum, irgendwann einmal vielleicht mit 50, wenn man ein wenig Geld gespart hat und der Alltag einem langweilig wird, für zwei Jahre auf ein Boot zu ziehen und umher zu segeln mit dem Heimathafen als Postadresse. Ich habe das meiner damals noch nicht Freundin erzählt und sie erzählte mir dann von ihrem Traum mit der Weltumsegelung. Die nächsten ein-zwei Monate verbrachte sie dann damit, mich dazu zu überreden, das gleich in Angriff zu nehmen.

3. Welche Erfahrungen hast Du auf der Reise mit Fragen nach oder Reaktionen auf Deine Herkunft gemacht? Spielte dabei das Thema Ost/West-Herkunft eine Rolle?

Paul: Das Thema Ost/West spielte bis in die Karibik eine sehr große Rolle. Alle, die mich nach meiner Herkunft fragten, fragten als nächstes ob ich aus Ost- oder Westdeutschland sei. Eine Wertung hat aber nie stattgefunden.h

4. Was ist Dein bzw. euer nächstes „großes“ Vorhaben?

Paul: Hochzeit, Kinder, Berufsalltag 🙂

Eintrag vom 25.03.2016

Biografieteam: Neues Büro

Ab heute hat das Biografieteam der Dritten Generation Ost ein eigenes Büro! Es ist ein ganz neues Gefühl, der selbstständigen Tätigkeit einen eigenen Raum zu geben und sich auf diese Weise so ernst zu nehmen. Zukünftig werden wir die Workshops von hier aus planen und mit Euch skypen.

Neue Räume eröffnen auch neue Perspektiven – wir würden uns über Zuschriften von Dir freuen, in denen Du über Deine eigenen Ideen und Perspektiven für Dich selbst oder für die Dritte Generation Ost schreibst. Vielleicht ist es auch einfach ein kleiner Gruß – egal was, fühle Dich herzlich eingeladen, uns für den Blog oder die Büro-Pinnwand Deine Gedanken mitzuteilen.

Eintrag vom 06.03.2016

Biografieteam: Biografieworkshop auf der Geschichtsmesse in Suhl der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am 29. Januar 2016

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Vom 28. bis 30. Januar 2016 lud die Bundesstiftung Aufarbeitung zur 9. Geschichtsmesse unter dem Titel „Das doppelte Deutschland: Asymmetrisch verflochtene Parallelgeschichte(n)“ ins thüringische Suhl ein. Dabei ging es um die innerdeutschen Beziehungen vor und nach 1989. Wie soll die deutsch-deutsche Nachkriegs- und Transformationsgeschichte nach 1990 geschrieben und vermittelt werden? Wie wird das Spannungsverhältnis von Demokratie und Diktatur nach 1945 in der Forschung, in Museen und Gedenkstätten, aber auch im Schulunterricht und in außerschulischen Bildungseinrichtungen diskutiert? Auch das Biografieteam der Dritten Generation Ost durfte auf der Messe einen Workshop durchführen. Mit der Frage: „Welche Rolle spielte >die Wende< in Ihrem Leben“ befassten sich acht Teilnehmer_innen und kamen dadurch in einen persönlichen und bewegenden Austausch. Da die Hintergründe der Teilnehmenden sehr unterschiedlich waren (West, Ost, Stadt, Land) und Altersstufen (Jg. 1923-1989) ergaben die persönlichen Antworten in der Gesamtrunde ein spannendes und vielschichtiges Gesamtbild.

Eintrag vom 15.02.2016

Im Gespräch mit Prof. Dr. Jürgen Angelow: die „entgrenzte Generation“ und die Dritte Generation Ost (Teil 2)

Wir haben uns mit Prof. Dr. Jürgen Angelow über die Beziehung der „entgrenzten Generation“ und der Dritten Generation Ost ausgetauscht.

Unsere zweite Frage lautete: Welche Zukunftsaufgabe(n) siehst Du bezüglich der Beziehung zwischen „entgrenzter Generation“ und „Dritter Generation Ost“?

Prof. Dr. Angelow: Das Band der Generationen in Ostdeutschland muss in vielen Fällen neu geknüpft werden. Das ist wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft, gerade in den ostdeutschen Ländern. Wir müssen zum einen zu einer Entkrampfung, Versachlichung und Differenzierung des vergangenheitspolitischen Diskurses kommen. Ost-Biografien müssen erzählt werden können, ohne dass die Betreffenden irgendwelche Nachteile erleiden oder unter Rechtfertigungsdruck geraten. Das ist schwierig, weil der in der Gesellschaft der Bundesrepublik stark verankerte Antikommunismus jede kontrovers angelegte Biografie oder gegenteilige Meinung reflexhaft zurückweisen lässt.

Ostdeutsche Biografien sind aus ihren Kontexten heraus aber erklärbar und sie müssen vor allem toleriert werden. Toleranz wird sich in der Gesellschaft nur langsam entwickeln, anfangen können die Familien. Zwischen den Generationen müssen die Redehemmungen beseitigt werden, um Verständnis füreinander zu entwickeln.

Zum anderen muss die soziale Absonderung der Ostdeutschen zum Beispiel bei der Besetzung von höherwertigen Stellen im Öffentlichen Dienst und ebenso auch die Stereotypisierung Ostdeutscher in den Mediendiskursen beendet werden. Wir benötigen eine Kultur der Wertschätzung gegenüber den Älteren, auch wenn sie in ihrem Leben nicht unsere Werthaltungen oder politischen Ansichten geteilt haben und uns womöglich auch habituell fremd geblieben sind, damit diese re-integriert werden und auch ihrer Unterstützerfunktion gegenüber den Jüngeren wieder voll gerecht werden können.

Wir bedanken uns bei Herrn Angelow für den sehr interessanten Austausch!

Eintrag vom 11.12.2015

Im Gespräch mit Prof. Dr. Jürgen Angelow: die „entgrenzte Generation“ und die Dritte Generation Ost (Teil 1)

Der „entgrenzten Generation“ gehören diejenigen Menschen an, die zwischen 1960 und 1972 in der ehemaligen DDR geboren sind und ihre Schulzeit plus Lehre noch in der DDR abgeschlossen haben.

Wir haben uns mit Prof. Dr. Jürgen Angelow, selbst Angehöriger der entgrenzten Generation, über die Beziehung der beiden Generationen ausgetauscht. Hier stellen wir zunächst die Frage: Was charakterisiert die Beziehung zwischen „entgrenzter Generation“ und „Dritter Generation Ost“?

Prof. Dr. Angelow: In allen Gesellschaften wirken Vertragsbeziehungen zwischen den Generationen. Man kann auch von einem „Band zwischen den Generationen“ sprechen. Das betrifft auch die Generationen der ehemaligen DDR, also die „integrierte Generation“ der vor 1960 Geborenen, die „entgrenzte Generation“ der nach 1960 Geborenen und die „Dritte Generation Ost“, die ab 1975 geboren wurde und noch in der DDR ihre frühe Sozialisation erfahren hat. Diese Generationen bilden eine Erzähl- und Unterstützungsgemeinschaft. Das bedeutet, dass sie normalerweise ihre sozialen Erfahrungen im Familienumfeld (z.B. am Küchentisch) kritisch austauschen, auch um Positionen streiten, und sich gegenseitig unterstützen sollten. So können die Älteren normalerweise ihr „soziales Kapital“ (Begriff ist von Pierre Bourdieu) zur Unterstützung der Jüngeren einsetzen. Sie können ihre Netzwerke und Beziehungen spielen lassen, Bildung vermitteln, Erfahrungen organisieren und Karrieren ebenen. Doch zwischen der „integrierten Generation“ aber auch der „entgrenzten“ Generation sowie der „Dritten Generation Ost“ funktioniert weder die Erzähl- noch die Unterstützungsgemeinschaft problemlos. Das Band dieser Generationen ist mit dem Beitritt der DDR in vielen Fällen gerissen. Zum einen konnten die Älteren Ihre Biografie und ihre sozialen Erfahrungen nicht mehr erzählen, ohne sich selbst zu beschädigen, so dass sie verstummt sind oder sich verbogen haben. Zum anderen haben fast alle Vertreter der „integrierten“ und viele Vertreter der „entgrenzten Generation“ ihr „soziales Kapital“ nach 1990 verloren. Sie sind weder Teil der ostdeutschen noch der gesamtdeutschen Elite, weil sie in den Vorruhestand abgeschoben oder von den zugezogenen Westdeutschen einfach verdrängt wurden. Dadurch ist auch ihre Unterstützungsfunktion für die Jüngeren beschädigt worden. Dieser Prozess der Verstummung und sozialen Aussonderung ist bis heute nicht gestoppt. Er ist nachteilig nicht nur für die Älteren sondern gerade auch für die Jüngeren, da sie die sozialen Erfahrungen und das Sozialkapital ihrer Eltern nicht erben können.

Unsere zweite Frage lautete: Welche Zukunftsaufgabe(n) siehst Du bezüglich der Beziehung zwischen „entgrenzter Generation“ und „Dritter Generation Ost“? Die Antwort werden wir in einem nächsten Blogbeitrag veröffentlichen.

Wir bedanken uns bei Herrn Angelow für den sehr interessanten Austausch!

Eintrag vom 28.11.2015

Inspirierend: Lesung und Tagesworkshop in Potsdam

Vielen Dank an alle Beteiligten, die diese Veranstaltungen zu einem unvergesslichen und bereichernden Erlebnis gemacht haben:

… das Organisationsteam im Café Zweitwohnsitz!

… die Vortragenden Clemens, Judith, Henrik und Juliane!

… Verein MADIA e.V. und besonders Yeni, die für uns gekocht und gecatert hat!

… viele Teilnehmende, die die Lesung um eine Diskussion zur Dritten Generation und unserer Elterngeneration bereichert sowie den Biografieworkshop zu einem lebendigen Austauschort zu Kindheitserinnerungen und „Heimat“ gemacht haben!

… Anja, bei der wir erholsame Unterkunft fanden!

Wir freuen uns über die ausgesprochene Einladung, bald wieder nach Potsdam zu kommen, um das neue Buch der Dritten Generation Ost zum Thema „Kontakt zur Elterngeneration“ vorzustellen! Bis bald also!

Eintrag vom 23.11.2015

Danke für zwei gelungene Veranstaltungen in Leipzig!

Leipzig Lesung 2015Wir bedanken uns herzlich für eine interessante Lesung im Buchladen Serifee und den intensiven Austausch beim Biografieworkshop im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig!

Der Dank gilt den Teilnehmenden, die ihre Fragen und Geschichten beisteuerten. Ein großes Dankeschön auch an die Mitwirkenden – Dr. Judith Enders, Clemens Franke für die Lesung, Susann Struppert und Florian Pascal Bülow für die Räumlichkeiten, Tilmann Löser für die großartige Organisation und Katrin Glawon für die Kinderbetreuung. Die Bundeszentrale für politische Bildung ermöglichte durch die finanzielle Förderung diese Veranstaltungen – dafür bedanken wir uns ebenso herzlich!

Nun heißt es für uns, mit Volldampf die nächste Veranstaltungsreihe in Potsdam vorzubereiten. Alle, die an einer Lesung am 18.11.2015 oder einem Biografieworkshop am 21.11.2015 in der Brandenburgischen Hauptstadt interessiert sind, finden auf diesem Flyer weitere Informationen dazu: Flyer Lesung_Bioworkshop Potsdam.

Eintrag vom 24.10.2015

Leipziger Volkszeitung stimmt auf Lesung und Workshop ein

Heute wurde in der Leipziger Volkszeitung ein Interview mit Juliane Dietrich abgedruckt. Dieses stimmt auf unsere kommende Lesung und den Biografieworkshop am 16. bzw. 17. Oktober 2015 in Leipzig ein. Die Anmeldung zum Workshop ist noch bis Donnerstag, den 15.10. unter hallo@mein-leben-entdecken.de möglich, telefonisch sogar noch bis 16.10. unter 0177-6090254. Hier geht´s zum Online-Zeitungsartikel

Eintrag vom 01.10.2015, aktualisiert: 6.10.2015

Biografiearbeit Dritte Generation Ost im MDR und auf multicult.fm …

… am 3. Oktober um 16 Uhr im MDR Fernsehen >> im MDR-Medienarchiv nachsehen: http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/video301160.html (Teil zu Dritte Generation Ost ab Minute 25)

… am 4. Oktober um 10 Uhr im Online-Radio multicult.fm (im Raum Berlin auch auf UKW 88,4 MHz und 90,7 MHz)

Eintrag vom 01.10.2015, aktualisiert: 6.10.2015

Hol Dir Dein Einheits-Ticket!

Melde Dich jetzt an für den Biografieworkshop am 17. Oktober in Leipzig! Unter allen Anmeldungen zwischen dem 3. und 10. Oktober wird ein Einheits-Ticket ausgelost, mit dem Du kostenfrei am Workshop teilnehmen kannst!

Bei dem Workshop tauschen sich verschiedene Generationen über ihre Lebenswege nach dem Grenzfall in Deutschland und ihre Ziele und Visionen aus.

Anmeldung per E-Mail: hallo@mein-leben-entdecken.de oder Telefon (siehe Impressum).

Wir freuen uns auf Dich/ Sie!

Eintrag vom 01.10.2015

Jetzt abstimmen für Publikumspreis 2015: Deutscher Engagementpreis

DEP_Websticker_NominierteJuliane Dietrich wurde für den Deutschen Engagementpreis 2015 nominiert, aber leider nicht ausgezeichnet. Wir freuen uns jedoch sehr darüber, dass es ein anderes Biografie-Projekt geschafft hat! Herzlichen Glückwunsch!

Zudem geht die Biografiearbeit Dritte Generation Ost ins Rennen um den Publikumspreis des Deutschen Engagamentpreises! Bitte gib uns hier Deine Stimme (auf Sachsen klicken, dann das Biografie-Projekt auswählen, danke!).

Eintrag vom 16.09.2015

Neuer Artikel in der CONTRASTE

CON LogoCONTRASTE ist eine Monatszeitung, die sich mit den Themen Selbstorganisation und Kooperation auseinandersetzt.
Wir finden, dass diese Themen auch Kompetenzen darstellen, die wichtig sind und unsere Generation besonders kennzeichnen.

Den Artikel findest Du in voller Länge hier: http://mein-leben-entdecken.de/medienbeitraege

Eintrag vom 03.09.2015

Veranstaltung zu Flucht und Fluchthilfe in Deutschland

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Sehr interessant und lehrreich war die Veranstaltung der Bundesstiftung Aufarbeitung anlässlich des 54. Jahrestags des Mauerbaus: Ein ehemaliger Fluchthelfer, eine Person aus Syrien und eine ehemalige DDR-Bürgerin mit Fluchthintergrund sowie Engagierte in der Flüchtlingshilfe und -politik diskutierten vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen. Dabei wurde auch ein Vergleich von damals und heute gewagt: warum wurde in der DDR von „Fluchthilfe“ gesprochen, während heute in den Medien von „Schleppern“ und „Schleusern“ die Rede ist? Wo endet Humanität und beginnt kriminalle Handlung?

Unsere Frage war: Ist die Dritte Generation Ost durch ihre „Migrationserfahrung“ in besonderer Weise für das Thema Flucht und Fluchthilfe sensibilisiert?

Wir danken der Bundesstiftung für diese Veranstaltung, die uns für die Biografiearbeit neue Einsichten und Impulse gegeben hat. Wer mit seinen Eltern aus der DDR ausgereist oder geflüchtet ist, ist herzlich eingeladen, an dem Skype-Biografieworkshop zu diesem Thema teilzunehmen. Alle Informationen dazu findest Du hier: http://mein-leben-entdecken.de/angebot

Eintrag vom 12.08.2015

Biografieteam: Die Sächsische Schweiz ist bunt! Lasst sie uns mit unseren Gedanken und Perspektiven noch weiter bereichern.

Logo SäSchweiz ist buntWir laden Angehörige der Dritten Generation Ost zu einem Wochenend-Workshop in die Sächsische Schweiz ein! Inmitten der wunderschönen Landschaft tauschen wir uns intensiv zu unserer Vergangenheit, der Gegenwart und Zukunft aus. Wir sind junge Ostdeutsche, die sich mit der eigenen Lebensgeschichte vor dem Hintergrund des Umbruchs in Ostdeutschland auseinandersetzen. Auf diese Weise können wir uns und unserem Umfeld eine Orientierung geben.

Das Wochenende ist eine Möglichkeit, sich neben der Vergangenheit aktiv mit den aktuellen Geschehnissen in (Ost-)Deutschland zu befassen und gemeinsam ein Zeichen gegen die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in der Sächsischen Schweiz zu setzen.

Bis zum 15.08.2015 kannst Du Dich zum Frühbucher-Preis von 120 € für das Biografie-Intensiv-Wochenende im Dezember anmelden. Einfach den Flyer anschauen und Anmeldebogen per E-Mail an hallo@mein-leben-entdecken.de anfordern.

Eintrag vom 26.07.2015

Förderzusage

Logo bpbDie Bundeszentrale für politische Bildung wird die Veranstaltungen der Biografiearbeit in 2015 und 2016 finanziell fördern. Wir freuen uns sehr darüber und bedanken uns für diese wichtige Unterstützung unserer Arbeit!

Eintrag vom 17.07.2015

Nominierung für den Deutschen Engagementpreis 2015

DEP_Websticker_NominierteJuliane Dietrich wurde für den Deutschen Engagementpreis 2015 nominiert und geht ins Rennen um den Preis der Preise für freiwilliges Engagement. Die Biografiearbeit der Dritten Generation Ost erfährt durch diese Nominierung eine besondere Anerkennung. Herzlichen Dank!

Eintrag vom 10.06.2015

Fotoausstellung vormerken

Am 26. April eröffnet im Industrie- und Filmmuseum Wolfen die Ausstellung „Goitzsche, Fotografien 2010 – 2015“ des Fotografen Sven Gatter. Im Rahmen der Eröffnung wird um 14:30 Uhr aus dem Buch „Dritte Generation Ost. Wer wir sind, was wir wollen“ gelesen. 

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Sven Gatter: „Goitzsche, Fotografien 2010 – 2015“, 26.04.-02.08.2015
Industrie- und Filmmuseum Wolfen, Bunsenstr. 4, 06766 Bitterfeld-Wolfen

Eintrag vom 11.03.2015

Biografieteam: Erster Hochschul-Gastvortrag

Auf Einladung der Hochschul-Dozentin Christiane Michalak besuchten wir am 16. Januar 2015 das Seminar „Professionelle Handlungsansätze: Biografisches Arbeiten“ an der Fachhochschule Potsdam. Vor ca. 25 interessierten Studierenden der Sozialen Arbeit stellten wir die Dritte Generation Ost sowie unsere Biografiearbeit vor. Anhand einer Übung konnten sich die Studierenden anschließend selbst ein Bild davon machen, wie biografisches Arbeiten geht und wie es wirkt. Dankeschön für die Einladung und die konstruktive Atmosphäre – gern kommen wir wieder!

Eintrag vom 16.01.2015

Biografieteam: Workshop für Ostdeutsche, deren Eltern in einer DDR-Auslandsvertretung gearbeitet haben

Uns erreichte eine Zuschrift von jemanden, der seine Kindheit in Libyen verbracht hat, da seine Eltern dort im Dienste des Auswärtigen Amts der DDR waren. Ihn interessiert die Kindheitserfahrung derjenigen, deren Eltern in den 139 Ländern, in denen die DDR eine Auslandsvertretung hatte, unterwegs waren. Vor allem auch die Perspektiven dieser Kinder und Eltern auf die Zeit nach 1989.

Hast Du mit Deinen Eltern im Ausland gelebt, da diese in einer der Auslandsvertretungen der DDR gearbeitetet haben? Dann melde Dich bei hallo@mein-leben-entdecken.de, so dass wir einen Biografieworkshop für Euch organisieren können!

Eintrag vom 12.12.2014

Biografischer Adventskalender – 24.12.2014 – Dean Reed

*1938 in Denver, gest. 1986 in Zeuthen

Dean Cyril Reed war ein US-amerikanischer Schauspieler, Sänger, Drehbuchautor und Regisseur. Zu Beginn der 1960er Jahre galt er als lateinamerikanisches Teenageridol. 1966 startete er eine zweite Karriere in der Sowjetunion und lebte ab 1973 als bekennender Sozialist in der DDR.

Reed wuchs bei Denver auf einer Hühnerfarm auf. Mit zwölf Jahren lernte er Gitarre zu spielen. Von 1956 bis 1958 studierte er Meteorologie an der University of Colorado, nebenbei trat er mit Hillbilly-Songs auf Ferienranches in den Rocky Mountains auf. In Clubs und regionalen Radiostationen wurde er unter dem Namen Denver Kid bekannt.

Nach Probeaufnahmen beim US-Plattenlabel Imperial Records brach er 1958 sein Studium ab und zog nach Los Angeles. Voyle Gilmore, Chef von Capitol Records, gab ihm 1959 einen siebenjährigen Plattenvertrag. Das Unternehmen wollte ihn als Teenidol aufbauen.

Reed nahm zudem Schauspielunterricht bei Paton Price, einem Außenseiter des US-Filmgeschäfts.

Als Musiker hatte er großen Erfolg in Lateinamerika.

1961 schickte Capitol Records Reed auf Konzert-Tournee durch Argentinien, Chile, Brasilien und Peru. Am Flughafen von Buenos Aires wurde er von 100.000 Fans empfangen. Die Tournee wurde ein triumphaler Erfolg. Um genügend Platz für Zuschauer zu bieten, mussten Fußballstadien angemietet werden. Reed kam nur kurz zurück in die USA und siedelte dann nach Argentinien über.

Die soziale Ungleichheit und Massenarmut in Lateinamerika politisierten Reed. Er gab eintrittsfreie Konzerte in Barrios, Fabriken und Gefängnissen. Das machte ihn noch populärer und brachte ihm den Spitznamen Mr. Simpatico ein.

Nach einem Putsch wurde Reed 1966 vom Regime General Juan Carlos Onganías wegen pro-kommunistischer Aktivitäten per Dekret aus Argentinien ausgewiesen. Er ging vorübergehend nach Spanien, dann startete Reed eine neue Karriere in der Sowjetunion.

Reed war der erste US-Amerikaner und Rocksänger auf sowjetischen Bühnen, begeisterte mit Hüftschwung, Twist und westlichem Showgeschäft die sowjetischen Teenager.

Im November 1971 lernte er auf der Internationalen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen seine spätere Frau Wiebke kennen und zog 1972 in die DDR. Dort wurde er als Weltstar und „Sänger des anderen Amerika“ hofiert.

Innerhalb von sechs Jahren drehte er in der DDR fünf Filme. Die bekanntesten waren Aus dem Leben eines Taugenichts nach Joseph von Eichendorff, Kit & Co nach Jack London sowie El Cantor, eine Verfilmung des Lebens von Víctor Jara. 1979 tourte er mehrere Monate durch die DDR, die UdSSR und die Tschechoslowakei und trat vor 70.000 Zuschauern in Budapest auf.

Er empfand sich zugleich als US-Patriot und Marxist. 1974 trat er im Berliner Friedrichstadtpalast zum 25. Jahrestages der Pionierorganisation Ernst Thälmann auf. Gegenüber einer DDR-Zeitschrift unterstrich er: „Ich bin Marxist, was auch immer ich singe.“ Menschenrechtsverletzungen in der Sowjetunion deutete er deshalb als „ein paar Fehler und Ungerechtigkeiten“.

Zu Beginn der 1980er Jahre verblasste Reeds Ruhm. An die Stelle von Tourneen traten gelegentliche Auftritte in Unterhaltungsshows des ostdeutschen und sowjetischen Fernsehens sowie Konzerte in Stadthallen. Beim Film war er nicht mehr gefragt. Seine Eigenproduktion. Einziger Höhepunkt dieser Zeit war eine fünftägige Personalityshow Sing, Dean, sing! im Palast der Republik während der Sommerferien 1981.

Von der DDR hatte er sich innerlich zunehmend entfernt. 1982 berichteten Mitarbeiter der Stasi, dass Reed beim Streit mit einem Verkehrspolizisten „die DDR mit einem faschistischen Staat verglich und zum Ausdruck brachte, dass er, ebenso wie die 17 Millionen DDR-Bürger, es ‚bis oben hin satt‘ hätte“. Anschließend forderte er den Mann auf, ihn zu verhaften, was „hier ja gang und gäbe“ sei. Reed sang öffentlich Bettina Wegners regimekritisches Lied Kinder und wurde von der SED ermahnt.

Die DDR verlieh ihm 1985 den Orden Stern der Völkerfreundschaft in Silber.

Reed nahm sich das 1986 das Leben und hinterließ einen 15 Seiten langen Abschiedsbrief an den Abteilungsleiter im SED-Zentralkomitee Eberhard Fensch, der von der DDR-Regierung bis 1990 unter Verschluss gehalten wurde. Darin hieß es unter anderem, seine Frau quäle ihn seit Jahren durch Eifersucht. Dem Sozialismus schwor er nicht ab und schrieb dazu: „Es ist die einzigste Lösung für die Hauptprobleme für die Menschheit der Welt“.

Quelle: de.wikipedia.org/

Biografieteam: Ausgezeichnete Biografiearbeit

Die Bundeszentrale für Politische Bildung rief 2014 den Wettbewerb „25 Jahre Mauerfall: Auszeichnung BPB 9Dez14Geschichte erinnern – Gegenwart gestalten“ aus. Bis 31. Oktober gingen etwa 250 Bewerbungen ein. Das Biografieteam Dritte Generation Ost wurde von einer Jury als eines von 25 Initiativen für den Preis ausgewählt und bekam am 9.12. in der Landesvertretung Brandenburgs beim Bund die Urkunde überreicht. Wir freuen uns über diese Anerkennung! Sie gibt uns nicht zuletzt den nötigen Antrieb dafür, auch in 2015 wieder Biografieworkshops in verschiedenen Formaten anzubieten. Mehr zur Planung für 2015 unter Angebot >>.

Eintrag vom 10.12.2014

Tipp: Internetportal

Das Internetportal http://www.mauerfall-berlin.de/ setzt sich gegen das Vergessen und Verdrängen der SED-Diktatur ein. Hier findet Ihr Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen, zahlreiche weiterführende Links und viele Hintergrundinformationen – beispielsweise für die Bildungsarbeit in diesem Bereich. Viel Spaß beim Stöbern!

Eintrag vom 6.12.2014

Biografieteam: Lesung in Potsdam

Am 4. November konnten wir mit einer Lesung aus dem Buch „Dritte Generation Ost“ etwa 25 interessierte ZuhörerInnen gewinnen. Ein schöner Abend – danke an das Team vom Viktoriagarten, danke an die Lesenden, die tolle Moderation und natürlich an die vielen Gäste!

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Eintrag vom 4.11.2014

Biografieteam: Biografieworkshop in der Villa Schöningen am 28.10.2014

Im Biografieworkshop ging es zur Sache! Nach einer Selbstreflexion innerhalb der eigenen Generation, in der die Teilnehmenden eigene Erinnerungen an den Mauerfall austauschten, folgte ein moderiertes Gespräch zwischen den Generationen. Eine Frage der Dritten an die Elterngeneration war: „Seid Ihr Opfer?“. Der Dritten Generation Ost wurde von den Älteren im Workshop wiederum die Frage gestellt, ob wir uns unserer Ressourcen bewusst wären. Einen Einblick in den Workshop vermittelt die Sendung „Fakt ist …!“ im MDR am 10.11.2014 um 22:05 Uhr. Zu dieser Sendung in der MDR-Mediathek >>

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Eintrag vom 6.11.2014

Biografieteam: Biografieworkshop beim Generationstreffen 2014

Das Generationstreffen der Dritten Generation Ost in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns in Berlin stand 2014 unter dem Motto: „Point Zero: Dritte Generation Ost / West / Migration“. Spannende Vorträge wechselten sich mit einer pointierten Podiumsdiskussion und Chorgesang ab. Zudem bot unser Biografieworkshop 20 Teilnehmenden einen Ort, um sich über prägende Erlebnisse auf den eigenen Lebenswegen auszutauschen. Danke an die Teilnehmenden und die OrganisatorInnen für dieses gelungene Ereignis (Generationstreffen, 24.10.2014)!

Eintrag vom 25.10.2014

Tagung und LehrerInnenfortbildung am 21.11.2014 in Würzburg

Der Verein zur Aufarbeitung der Geschichte der DDR e.V. veranstaltet diese Tagung mit dem Titel „Der janusköpfige November in der deutschen Geschichte. Erinnerungskultur in Zeiten der doppelten Erinnerung“. Informationen zu dieser und zu weiteren Veranstaltungen findest Du auf der Website des Vereins.

Eintrag vom 8.10.2014

30. Mauersegler Kurzfilmpreis, 11.-16.11.2014

Mauersegler_Kurzfilmpreis_12_8_14Beim Kurzfilmpreis werden über 120 Werke junger FilmemacherInnen zum Mauerfall und zur Wendezeit präsentiert. Eine Initiative von interfilm und Perspektive Hoch 3 e.V. Mehr Infos gibt es auf der Website des Vereins.

Eintrag vom 8.10.2014

Neuer Film: HEIMAT OSTEN – Die Chance der Wendegeneration (54´)

In dem Film werden Zeitzeugen aus der DDR interviewt und nach ihren Erfahrungen aus der DDR-, Wende- und Nachwende-Zeit befragt. Der Film der Filmakademie Baden-Württemberg wird am 11.10. um 1:15 Uhr vom MDR Fernsehen ausgestrahlt (siehe Sendeprogramm). Er ist zudem auf der Website von Spiegel.TV in voller Länge zu sehen.

Eintrag vom 8.10.2014